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Die Klangschmiede als «Prunkstück der Klangwelt»

Die Eröffnung der Klangschmiede in Alt St. Johann stellt einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung der Klangwelt Toggenburg dar. In der Schmiede soll Handwerk betrieben oder mit Klängen experimentiert werden können.

Schellen, Gongs, Hackbretter. All dies und weitere Klangobjekte werden in der Toggenburger Klangschmiede künftig im Schauhandwerk hergestellt.

«Die Klangschmiede ist das neue Prunkstück der Klangwelt Toggenburg», sagte Hans Bütikofer, Präsident des Vereins Klangwelt Toggenburg, an der gestrigen Eröffnungsfeier. Die Klangwelt sei mittlerweile eine sowohl kantonal als auch national anerkannte Institution, so Bütikofer. Sie werde aber weiterentwickelt. «Mit immer zahlreicheren Angeboten wollen wir jedermann ansprechen.» Die Eröffnung der Klangschmiede ist dabei nur ein Zwischenschritt. «Das Ziel ist ein Klanghaus», sagte Bütikofer.


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Hackbrett: Johannes Fuchs spielt und Regierungsrätin Kathrin Hilber hört zu.

 

Klanglabor und Künstlerzimmer
Vorläufig wird aber die Klangschmiede das neue Zentrum der Klangwelt Toggenburg sein. Nebst einer Schmiede und einer Holzwerkstatt finden sich im Haus auch zwei Räume, in denen Ausstellungen zum Thema Klang gezeigt werden. In einem Klanglabor können die Besucher mit verschiedenen Schwingungsformen experimentieren. Ausserdem soll das Haus für Klangkurse genutzt werden. Im dritten Stock stehen zwei Zimmer als Beherbergungsmöglichkeit für Künstler aus anderen Regionen zur Verfügung. Dadurch sollen diese die Möglichkeit haben, sich mit einheimischen Kulturschaffenden auszutauschen.

 

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Schellen: In der Schmiede wurde an der gestrigen Eröffnung bereits gearbeitet.

 

Für die Nutzung als Klangschmiede wurde das «Haus zur Mühle», das im Jahr 1536 erstmals urkundlich erwähnt wurde, während den vergangenen Monaten einer umfassenden Sanierung unterzogen. Die Federführung hatte dabei der Herisauer Architekt Paul Knill.

© 2011 Andreas Reich, Werdenberger & Obertoggenburger. Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Verlags.


Datum: 01.07.2011 11:35

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Unter dem Namen „KlangWelt Toggenburg“ werden seit 2003 Aktivitäten und Angebote zusammengefasst, welche die wichtigsten Formen der Musikkultur zwischen Säntis und Churfirsten in der Ostschweiz vermitteln: den Naturjodel, den Alpsegen, die Schellen als Elemente der Alpkultur und das Hackbrett als naturtöniges Saiteninstrument in der Tanzmusik. Kennzeichnend für diese einzigartige, in der einheimischen Bevölkerung stark verwurzelte Klangkultur sind die untemperierten Naturtöne, welche überraschende Verbindungen zu anderen Musikkulturen in Europa, Afrika und Asien herstellen. Gerade solche Brückenschläge zwischen lokaler und fremder Kultur, aber auch die Spannungsverhältnisse zwischen Tradition und Avantgarde, zwischen Spiritualität und Alltäglichkeit, zwischen freiem Experiment und strenger Form machen die Lebendigkeit von KlangWelt Toggenburg aus. KlangWelt Toggenburg bietet vielfältige Erlebnisse zum Thema Klang in Klangkursen, auf dem Klangweg, bei Klangfestivals und Konzerten, mit Klangwellness, in der Klangschmiede und in ein paar Jahren auch im Klanghaus am Schwendisee.