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KAZALPIN / КА3АЛПИН – Zum Gränne schön

Für einmal eine Kritik eines Konzerts, das nicht schon stattgefunden hat, sondern erst noch stattfinden wird: "Kazalpin", ein gemeinsames Projekt des Albin Brun Alpin Ensembles und des weissrussischen Vokaltrios Akana, ist am Sonntag, 20. November in St.Gallen in der Lokremise zu erleben.

Ich geb’s zu: Ich bin nicht ganz unvoreingenommen, habe ich doch "Kazalpin" im Kreuz Solothurn veranstaltet – und als Veranstalter findet man die eigenen Konzerte tendenziell so wie so toll, sonst müsste man zugeben, dass man beim Booking einen Fehler gemacht hat. Kazalpin ist aber wirklich zu empfehlen, weil es erstens ein Projekt ist, das internationale Zusammenarbeit nicht nur prokaklamiert, sondern real auch lebt: Die vier MusikerInnen vom Albin Brun Alpin Ensemble und die drei Akana-SängerInnen haben ihr musikalisches Material in einen Topf geworfen und daraus ein schweizerisch-weissrussisches Konzertprogramm entwickelt.

 

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Schweizerisch sind die jazzigen Alpentöne von Albin Brun (Saxophon, Schwyzerörgeli, Dudak und Obertonflöte), Patricia Draeger am Akkordeon, Claudio Strebel am Kontrabass und Marco Käppeli am Schlagzeug. Weissrussisch sind die archaischen Gesänge und traditionellen Volksmelodien, die Irena Kotvitskaja, Rusia & Nadezya Tschuhunova in den Dörfern ihrer Heimat sammeln und für städtische Ohren adaptieren.

 

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Empfehlenswert ist "Kazalpin" zweitens, nicht nur weil die drei Weissrussinnen zum Gränne schön singen und der jazzige Sound des Albin Brun Alpin Ensemble ziemlich groovt und immer wieder mal eine Überraschung bereithält, sondern auch weil aus den unterschiedlichen Ingredienzen etwas Neues entstanden ist, das hervorragend harmoniert. Drittens: Weil das Solothurner Publikum begeistert war. Viertens: Weil sogar ich als Veranstalter mit diesem Konzert rundum zufrieden war, was leider viel zu wenig häufig vorkommt.

Deshalb meine Empfehlung: Hingehen und diese musikalische Gratwanderung zwischen Ost und West miterleben!

"Kazalpin" ist vom 15. bis 25. November in der Schweiz und vom 30. November bis am 7. Dezember in Russland auf Konzerttournee. » Details

 

Am Sonntag, 20. November spielen Albin Brun Alpin Ensemble & Akana mit "Kazalpin" um 19 Uhr in der Lokremise in St.Gallen.

Türöffnung: 18.30 Uhr, Vorverkauf bei » Ticketino

Die Veranstaltung ist eine Produktion von KlangWelt Toggenburg in Zusammenarbeit mit gambrinus jazz plus

Text: Adaptiert mit freundlicher Genehmigung aus einem Bericht von Hansruedi Hitz im "Kulturteil", dem Blog des Kulturmagazins Luzern

Datum: 03.11.2011 12:39

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Unter dem Namen „KlangWelt Toggenburg“ werden seit 2003 Aktivitäten und Angebote zusammengefasst, welche die wichtigsten Formen der Musikkultur zwischen Säntis und Churfirsten in der Ostschweiz vermitteln: den Naturjodel, den Alpsegen, die Schellen als Elemente der Alpkultur und das Hackbrett als naturtöniges Saiteninstrument in der Tanzmusik. Kennzeichnend für diese einzigartige, in der einheimischen Bevölkerung stark verwurzelte Klangkultur sind die untemperierten Naturtöne, welche überraschende Verbindungen zu anderen Musikkulturen in Europa, Afrika und Asien herstellen. Gerade solche Brückenschläge zwischen lokaler und fremder Kultur, aber auch die Spannungsverhältnisse zwischen Tradition und Avantgarde, zwischen Spiritualität und Alltäglichkeit, zwischen freiem Experiment und strenger Form machen die Lebendigkeit von KlangWelt Toggenburg aus. KlangWelt Toggenburg bietet vielfältige Erlebnisse zum Thema Klang in Klangkursen, auf dem Klangweg, bei Klangfestivals und Konzerten, mit Klangwellness, in der Klangschmiede und in ein paar Jahren auch im Klanghaus am Schwendisee.